Aurimon

Kurzantwort: Die Vergütung hängt vom Objekt und vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Vergleichen Sie die Monatspauschale und mögliche Sondervergütungen gemeinsam. Ein individuelles Angebot zeigt, welche Kosten für Ihre Gemeinschaft vorgesehen sind.

Stand: September 2026. Dieser Beitrag hilft beim Vergleich von Verwaltungsangeboten. Aurimon erstellt ein individuelles Angebot für Ihr Objekt.

So vergleichen Sie die angebotene Vergütung

Vergleichen Sie Angebote für dieselben Aufgaben. Halten Sie fest, welche Leistungen die Pauschale abdeckt und welche Beträge zusätzlich anfallen können.

Prüftabelle für Verwaltungsangebote
PreisbestandteilWas Sie im Angebot prüfen
Laufende VergütungBetrag je Einheit oder Objekt, Zahlungsrhythmus und Umsatzsteuer
Enthaltene LeistungenAufgaben und Grenzen der Monatspauschale
SondervergütungenVoraussetzungen, Berechnung und voraussichtlicher Bedarf
PreisänderungenVertragliche Voraussetzungen, Zeitpunkt und Berechnung

Sieben Faktoren, die den Preis bestimmen

Diese Angaben helfen einem Anbieter, den Aufwand für Ihre Gemeinschaft einzuschätzen:

  1. Anzahl der Einheiten. Jahresabrechnung, Versammlungsorganisation und Wirtschaftsplan verursachen auch bei kleinen Gemeinschaften Aufwand. Die Zahl der Einheiten beeinflusst, wie sich dieser Aufwand verteilt.
  2. Baujahr und Sanierungszustand. Anstehende Arbeiten an Heizung oder Dach müssen in der Kalkulation berücksichtigt werden. Dazu gehören die Vorbereitung von Beschlüssen und die Handwerkerkoordination.
  3. Eigentümerstruktur. Die Erreichbarkeit der Eigentümer, Entscheidungswege und Eigentümerwechsel können den Abstimmungsaufwand beeinflussen.
  4. Heizungsanlage und Versorger. Die Heizungsanlage, Verbrauchserfassung und Zusammenarbeit mit Abrechnungsdienstleistern bestimmen mit, welche Aufgaben anfallen. Für die CO₂-Kostenaufteilung ist das CO2KostAufG zu beachten.
  5. Verwaltungsbeirat. Eine klare Zusammenarbeit mit dem Beirat kann die Abstimmung erleichtern. Aufgaben und Zuständigkeiten sollten vorab geklärt sein.
  6. Digitalisierungsgrad der Anlage. Geordnete Beschlüsse, Abrechnungen und Verträge erleichtern die Übernahme. Klären Sie, ob für die Erfassung vorhandener Unterlagen zusätzliche Leistungen vereinbart werden müssen.
  7. Region und Lohnniveau. Region und Personalkosten können die Kalkulation beeinflussen. Für einen belastbaren Vergleich brauchen Sie Angebote mit vergleichbarem Leistungsumfang.

Sondervergütungen: Was zusätzlich vereinbart wird

Welche Aufgaben die Monatspauschale abdeckt und welche gesondert vergütet werden, richtet sich nach dem Vertrag. Lassen Sie sich die Leistungen und Preise vor Vertragsabschluss vollständig erläutern. Ob eine Vergütungsregelung wirksam ist, hängt von ihrer konkreten Gestaltung ab.

Zusatzleistungen im Angebot prüfen
TätigkeitIn der Pauschale enthalten?Gesondert vereinbarte Vergütung
Außerordentliche EigentümerversammlungIm Angebot prüfenIm Angebot prüfen
EigentümerwechselIm Angebot prüfenIm Angebot prüfen
Mahn- und VollstreckungsverfahrenIm Angebot prüfenIm Angebot prüfen
Begleitung einer SanierungsmaßnahmeIm Angebot prüfenIm Angebot prüfen
Bearbeitung eines größeren VersicherungsfallsIm Angebot prüfenIm Angebot prüfen
Vorbereitung eines Sondernutzungs- oder UmbaubeschlussesIm Angebot prüfenIm Angebot prüfen
Zusätzliche VerwaltungsbeiratssitzungIm Angebot prüfenIm Angebot prüfen

Welche zusätzlichen Kosten im Jahr entstehen, hängt vom tatsächlichen Bedarf und den vereinbarten Vergütungen ab. Lassen Sie absehbare Aufgaben in den Angebotsvergleich einbeziehen.

Was Angebot, Vertrag und Rechnung nachvollziehbar macht

Prüfen Sie im Angebot und im Verwaltervertrag die folgenden Punkte. Die Rechnung sollte sich den vereinbarten Leistungen und Vergütungen zuordnen lassen.

  • Klare Monatspauschale pro Einheit: keine versteckten Aufschläge, keine „Verwaltungspauschale“ und gleichzeitig „Grundgebühr“.
  • Vollständige Liste der enthaltenen Leistungen: mit klarer Abgrenzung zu zusätzlichen Leistungen.
  • Vollständige Liste der Sondervergütungen mit Einzelpreisen, nicht mit Pauschal-Verweisen „nach Aufwand“.
  • Stundensatz für individuelle Tätigkeiten: vereinbarter Betrag und nachvollziehbare Dokumentation der abgerechneten Zeit.
  • Preisanpassungen: Der Vertrag sollte verständlich regeln, unter welchen Voraussetzungen, nach welcher Berechnung und zu welchem Zeitpunkt sich die Vergütung ändern kann. Auch eine Indexklausel muss wirksam vereinbart sein.
  • Nachweis begünstigter Dienstleistungen: Für die Steuererklärung können gesonderte Angaben in der Jahresabrechnung oder einer Verwalterbescheinigung erforderlich sein. Die Verwaltergebühr selbst ist bei Selbstnutzung nicht nach § 35a EStG begünstigt.
  • Klare Kündigungsregelung: seit der WEG-Reform 2020 endet jeder Verwaltervertrag spätestens sechs Monate nach Abberufung, das sollte auch im Vertrag stehen.

Worauf Sie bei einer niedrigen Pauschale achten sollten

Eine niedrige Pauschale allein sagt noch nichts über die gesamten Jahreskosten oder die Qualität der Verwaltung aus. Prüfen Sie, ob die benötigten Leistungen enthalten sind und wann zusätzliche Vergütungen anfallen.

  • Sind Beschlussumsetzung, Korrespondenz und Abstimmung mit dem Beirat enthalten?
  • Welche Auskünfte und Dokumente stellt die Verwaltung bereit, und entstehen dafür Zusatzkosten?
  • Gibt es Mindestvergütungen oder weitere Bedingungen, die den Jahrespreis verändern?
Praktischer Vergleich: Bitten Sie die Anbieter um eine Beispielrechnung für dieselben von Ihnen erwarteten Aufgaben. Diese Rechnung ist eine Planungshilfe; der tatsächliche Aufwand kann abweichen.

Angebote in Brandenburg und Norddeutschland vergleichen

Aurimon übernimmt WEG-Verwaltung in der Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Ludwigslust-Parchim, Lüchow-Dannenberg und Stendal sowie in Schwerin. Für den Vergleich brauchen Sie ein Angebot, das zu Größe, Zustand und Aufgaben Ihrer Gemeinschaft passt.

Lassen Sie sich neben der Pauschale erläutern, welche Leistungen für Ihr Objekt zusätzlich vorgesehen sind. So können Sie den vereinbarten Umfang verschiedener Angebote vergleichen.

Häufige Fragen (FAQ)

Was kostet eine WEG-Verwaltung 2026 pro Wohneinheit?

Die Vergütung hängt von der Größe und dem Zustand des Objekts sowie vom vereinbarten Leistungsumfang ab. Vergleichen Sie die Monatspauschale und mögliche Sondervergütungen gemeinsam. Ein individuelles Angebot zeigt, welche Kosten für Ihre Gemeinschaft vorgesehen sind.

Warum sind kleine WEGs pro Einheit teurer als große?

Auch kleine Gemeinschaften benötigen eine Jahresabrechnung, einen Wirtschaftsplan und eine Eigentümerversammlung. Dieser Aufwand verteilt sich auf weniger Einheiten und kann den Preis je Einheit erhöhen. Die konkrete Vergütung hängt vom Angebot ab.

Was sind typische Sondervergütungen?

Gesonderte Vergütungen können etwa für zusätzliche Eigentümerversammlungen, Eigentümerwechsel, die Begleitung größerer Sanierungen oder Mahnverfahren vereinbart werden. Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss erläutern, welche Aufgaben bereits enthalten sind und welche zusätzlich berechnet werden.

Welche Leistungen sollte ich im Angebot prüfen?

Prüfen Sie, wie das Angebot Buchhaltung, Jahresabrechnung, Wirtschaftsplan, Eigentümerversammlung, Beschlussumsetzung, Verwaltung der Erhaltungsrücklage, Korrespondenz, Versicherungsmanagement und Mahnwesen abdeckt. Klären Sie auch, welche Informationen und Dokumente über ein Eigentümerportal verfügbar sind und welche Leistungen zusätzlich berechnet werden.

Worauf sollte ich bei einer niedrigen Verwaltungspauschale achten?

Prüfen Sie, welche Leistungen enthalten sind und welche zusätzlich berechnet werden. Eine niedrige Pauschale allein sagt noch nichts über die gesamten Jahreskosten oder die Qualität der Verwaltung aus. Lassen Sie sich die Sondervergütungen vor Vertragsabschluss erläutern.

Können Eigentümer Verwaltergebühren steuerlich geltend machen?

Vermietende Eigentümer können ihre anteiligen Verwaltergebühren grundsätzlich als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen (§ 9 Abs. 1 EStG). Bei selbst genutztem Wohneigentum ist die Verwaltergebühr selbst nicht nach § 35a EStG begünstigt. Davon zu unterscheiden sind begünstigte haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen. Die jeweiligen Anteile können unter den gesetzlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden; sie müssen in der Jahresabrechnung oder einer Verwalterbescheinigung nachgewiesen sein.

Wie oft dürfen Verwalter ihre Pauschale erhöhen?

Das richtet sich nach dem Verwaltervertrag und der Wirksamkeit einer darin vereinbarten Preisanpassungsklausel. Eine Indexbindung ist keine allgemeine gesetzliche Voraussetzung. Prüfen Sie insbesondere Anlass, Berechnung, Zeitpunkt und vereinbarte Ankündigung einer Änderung. Unklare oder unangemessen benachteiligende Vertragsbedingungen können nach § 307 BGB unwirksam sein.

Fazit: Der Pauschalpreis allein sagt wenig

Vergleichen Sie die laufende Pauschale, die Sondervergütungen und die Regeln für Preisänderungen gemeinsam. Ob ein Angebot wirtschaftlich passt, hängt vom vereinbarten Leistungsumfang und den Aufgaben Ihrer Gemeinschaft ab.

Wenn Sie für Ihre WEG ein konkretes Angebot wünschen, ob als Vergleich zu Ihrer aktuellen Verwaltung oder als Erstauswahl, melden Sie sich gerne. Aurimon erstellt für Eigentümergemeinschaften in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ein individuelles Angebot inklusive vollständiger Sondervergütungsliste, ohne Verpflichtung.

Letzte Aktualisierung: September 2026. Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

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